14.12.2015

DRUGS IN MY VEINS

Augen zu, Musik so laut es geht, genießen. High macht Musik einfach mehr Sinn. Man fühlt die Musik durch den Kopf brummen und das Gefühl ist absoluter Wahnsinn. Explosionen im Hirn, Dopaminexplosionen. Wenn du dann die Augen wieder öffnest ist das wie ein Schlag in die Fresse. Realität tut weh. Wenn die Realität dann noch anfängt sich zu verändern, ohne das du etwas dagegen tun kannst, hast du verloren. Wenn du auf den Bus wartest und dich plötzlich alle Menschen angucken. Sich die beiden Mädchen auf der anderen Straßenseite über dich unterhalten und dich auslachen. Der ältere Mann dich abwertend anguckt und genau weiß, was du gemacht hast, dass du high bist und dich verurteilt. Wenn du plötzlich nicht mehr da bist körperlich, die Welt nur noch wie durch einen Fernsehr siehst und das Gefühl einen Körper zu haben komplett verschwindet. Wenn alles was du denken kannst während du nüchtern bist ist, woher du als nächstes Geld für Stoff herbekommst und du irgendwann nicht mehr weißt, wann du zuletzt nüchtern und glücklich gleichzeitig gewesen bist. Realität, nüchterne Realität bedeutet für mich aller größten Stress; Paranioa, Ängste, Schlafstörungen, Suchtdruck.

Kaputt war ich vor den Drogen schon. Ein Teil von mir weiß das auch schon lange. Als ich 14 war, hatten wir in der Schule Drogen als Thema und während alle offen darüber geredet haben, was sie kaputt machen und wie schlecht Drogen sind, habe ich darüber fasziniert, wie die einzelnen Drogen meine Wahrnehmung verändern und wie sie sich anfühlen. 

Es ist heute ein bisschen eine Mischung daraus, das high sein zu genießen und gleichzeitig der Realität ein paar Stunden zu entfliehen. Auch, wenn es viel schwerer geworden ist, zu genießen. Teilweise sogar unmöglich war. 


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