04.02.2015

SHOULDNT TALK ABOUT IT

Seit einem Monat wieder ein anderes Gefühl in mir. Das erste Mal, dass ich keine Leere und kein Nichts in mir habe. Dafür aber 300 mg MDMA und zu viel Alkohol. Und das einzige, woran ich denke ist der Tod. Wozu lebe ich, wenn ich eh nichts fühle? Das Bild von mir, tot auf dem Boden liegend kommt mir in den letzten Wochen immer öfter. Nicht, weil ich traurig bin sondern weil ich nichts bin. Ich habe nicht mal Angst. Ich bin ein nichts mit Körper. Und den mache ich so gut es geht kaputt.
"Mama, kann ich die Feiglinge mitnehmen, die du da noch stehen hast?" - "Ja kannst du machen, aber denk bitte daran, dass unsere Familie bei Alkoholismus vorbelastet ist." - "Keine Sorge, Mutti. Ich trinke so ungern Alkohol. Davon könnte ich niemals süchtig werden." Außerdem hab ich meine Drogen, mein Speed und seit neustem auch wieder die kleinen bunten Happy-Pillen, füge ich gedanklich dazu. Das ich seit Donnerstag nicht einen Abend keinen Alkohol getrunken habe muss sie ja nicht wissen. Muss sowieso keiner wissen. Jetzt kommt erstmal ein Freund zu mir, er hat grünes Glück zum Rauchen dabei. Macht den Kopf so schön frei. Frei von dir und deinen tausend Vorwürfen. Meinen Schuldgefühlen und den Gedanken daran, dass mein Leben eigentlich gerade ziemlich hässlich ist und mehr den je aus den Fugen zu geraten scheint. Noch nie hab ich so tief in den Depressionen festgesteckt und noch nie habe ich mich so wenig dagegen gewehrt und sie mich einfach auffressen lassen.

1272 Tage lang warst du meine Welt. Es hat seine Gründe, warum Menschen aus unserer Vergangenheit es nicht mit in unsere Zukunft schaffen. Ich hoffe, ich erkenne irgendwann, warum. 


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