07.01.2015

INCREDIBLE GOOD AT SLEEPING

Siebenuhrvierzehn. Geschlafen habe ich noch nicht eine Minute, die Augen geschlossen dafür etlich viele. Und doch konnte ich dabei nicht einschlafen. Kam nicht herum mich das dritte Mal zu drehen innerhalb zehn Minuten. Gemütlich höre ich deinem Atem zu. Seit Silvester habe ich keine Tablette mehr genommen. Keine zum besser fühlen. Ich sage bewusst nicht "zum glücklich fühlen" da ich mich durch sie nie glücklich gefühlt habe. Glücklich sein kann ich auch ohne sie und wenn ich es war, dann nie wegen ihnen. Sie sollen mir nicht helfen, mein Glück zu finden sondern mein Leben auf die Reihe bekommen. Aber das klappt nicht. Also kann ich auch aufhören mit den Teilen. Dachte ich ..
Das letzte Mal Sonnenlicht, ich kann mich gar nicht mehr dran erinnern. Sonst gehe ich jetzt immer schlafen und stehe nicht vor 17 Uhr auf. Seit Monaten der selbe Traum mit dem selben Gefühl. Egal wo und egal mit wem, irgendwas zieht mich runter. Nichts greif- oder sichtbares. Eher als würde mein Körper 300 Kilo wiegen oder meine Muskeln komplett versagen. Zu Anfang versuche ich immer erst mich an allen möglichen Gegenständen weiter zu ziehen und kurz darauf muss ich auf allen Vieren krabbeln um vorwärts zu kommen. Wenn ich dann mal wach bin kann ich nicht aufstehen, schaffe es höchstens zum Sofa und bin körperlich genau so erschöpft wie in meinem Traum. Bevor ich wieder einschlafe.
Heute ist es aber anders. Ich muss tagsüber raus. Muss Dinge erledigen und abklären. Also schlafe ich gar nicht, wer braucht schon Schlaf? Der Gedanke an eine feine Line Zucker durch die Nase reizt mich sehr. Hätte ich etwas hier, ich würde vermutlich nicht zögern. Aber ich habe nichts hier und eigentlich würden davon meine Kopfschmerzen auch nur noch schlimmer werden. Gedanklich gehe ich durch, was ich heute machen muss. Ich habe vor, mir endlich eine feste Therapie zu suchen. Ich könnte auch versuchen, das Schuljahr zu schaffen und mich im Sommer erhängen oder wie letztes Jahr sporadisch zum Unterricht gehen, damit ich weiterhin Geld bekomme aber mein Leben trotzdem nicht besser geregelt kriege.
Eine gute Sache hat das Nehmen und Absetzen der Tabletten aber: Ich sehe meinen Körper zumindest jetzt noch wie er ist. Oder vielleicht bin ich auch einfach nur rausgewachsen aus meiner Essstörung. Was für eine lustige Vorstellung. - 52 Kilo 


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